Freitag, 25. August 2017

Pauline Piotraschke war bei ersten Aufnahmen von KLANGSPORT in Hamburg mit dabei. Sie hat dort nicht nur aktiv geturnt und uns so bei unseren Aufnahmen unterstützt, sondern war im Anschluss auch bereit, uns Einblicke in ihre Erfahrung mit KLANGSPORT zu geben. 





Pauline, stell Dich doch einmal kurz vor! Seit wann machst Du Sport - und was bedeutet Sport als Leidenschaft für dich? 

Ich bin Pauline Piotraschke, 21 Jahre alt und komme aus Freiburg. Ich studiere seit Oktober 2015 an der Uni Hamburg die Sprachen Italienisch und Französisch. 
Mit 3 Jahren habe ich mit dem Turnen angefangen und bis zu meinem 17. Lebensjahr geturnt. Circa zwei Jahre habe ich Ballett gemacht (16-18). Joggen bin ich auch immer viel gegangen und habe auch an diversen Laufwettkämpfen teilgenommen. Beim Turnen war meine Leidenschaft Boden. Vor allem das zusammenstellen von einer Kür auf Musik und das darauf folgende Üben und Daranfeilen hat mir immer riesig viel Spass bereitet. In Hamburg turne ich leider nicht mehr, da es nur zwei verschiedene Gruppen dort gibt. Eine, wo jeder rein kann und die daher auch sehr voll ist, und eine, bei der man sehr sehr sehr gut sein muss und auch an Wettkämpfen Teilnimmt. Darauf habe ich allerdings keine Lust mehr - ich würde lieber ohne Wettkampf turnen!
Seit 2016 bin ich bei der Leichtathletik vom Hochschulsport und es macht mega viel Spass. Auch wenn ich zur Zeit sehr selten da war, da ich viel arbeiten musste und in der Uni viel zu tun hatte, freut es mich immer, mit allen zusammen zu trainieren. Unsere Gruppe ist total cool, irgendwie sind echt alle nett und unsere Trainer lam und Steffi machen ihren Job echt super!
Sport bedeutet für mich, frei zu sein, vom Alltag abzuschalten und für den Moment einfach alles zu vergessen und keinen Stress oder irgendwelche Sorgen zu haben. Sport bedeutet Spass , ob alleine beim joggen oder aber in der Gruppe bei der Leichtathletik. Nach der Leichtathletik bin ich immer so glücklich, da es mir einfach so viel Spass bereitet und ich die Gruppe so gerne mag!

Du warst bei ersten Aufnahmen von KLANGSPORT mit dabei. Wie hast Du diese Aufnahmen empfunden? Haben sie dir neue Eindrücke vermitteln können? Und, vor allem, hattest Du Spaß dabei?

Die Aufnahmen haben mit sehr viel Spass gemacht! Ich war beim Weit- und Hochsprung mit dabei. Hochsprung mag ich am liebsten. Da eine Kamera vor Ort war, hat man sich extra angestrengt und sich sehr konzentriert. Man hat versucht, jede Bewegungsabfolge richtig zu machen, wobei ich das auch versuche, wenn Steffi oder lam Verbesserungsvorschläge geben! Ich fand das eine echt gute Erfahrung. Wenn man die Videos hinterher ansieht, kann man schauen, was man verbessern kann.

Konnten die Aufnahmen dein Sporterlebnis nachhaltig verändern? Achtest du jetzt öfter auf den Sound der Bewegungen und konntest du deine Leistung durch die neue Erfahrung verbessern?

Ich glaube nicht, dass ich meine Leistung jetzt sofort verbessert habe, aber die Aufnahmen waren eine super Erfahrung und mal etwas ganz anderes. Die Musik mit dem Sport zu verbinden finde ich eine tolle Idee und ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis! Manchmal denkt man schon, etwa wenn man läuft oder Springt, "das klingt jetzt so und so, das könnte man gut mit dem und dem Instrument begleiten". Ich freue mich, die Ergebnisse zu sehen und ich kann jedem nur empfehlen, an dem Experiment teilzunehmen, denn es hat wirklich viel Spass bereitet und war eine tolle neue Erfahrung!

Dienstag, 25. Juli 2017

KLANGSPORT ist zurück! Und alle sind ganz aufgeregt!
Nach vielen gesammelten Erfahrungen und einer langen Pause setzen wir die „akustische Entdeckungsreise durch sportliche Disziplinen“ nun endlich weiter fort.
Habt Ihr je auf die Rhythmen, Klänge und Sounds Eurer sportlichen Bewegung geachtet? - Das Quietschen der Sportschuhe auf dem Hallenboden? das Dribbeln des Basketballs vorm Korbleger? die Standardsituation beim Eckball…? – Bei genauem Hinhören lassen sich hier spannende repetitive Muster und Klangparameter entdecken. Lasst Euch überraschen und hört, was die Musiker und Komponisten daraus zaubern werden.
Mit einem stetig wachsenden Team, konkreten Meilensteinen sowie einer nicht zu vernachlässigenden Fülle an Experimentierfreude wird KLANGSPORT das musikalische Potential der sportlichen Geräuschkulisse entdecken und eine charmante Liaison zwischen Sportlern und Musikern anregen.
Schon in den kommenden Wochen werden erste konkrete Projekte realisiert – darunter auch professionelle Tonaufnahmen von Sportlern, die neue Einblicke in die noch kaum beachteten Harmonien und Klangbilder des Sports ermöglichen und spannende Ansätze für ambitionierte Musiker geben werden.
Seid Ihr selbst sportlich aktiv oder macht Ihr eigene Musik? Dann bietet KLANGSPORT Euch einzigartige Möglichkeiten, gemeinsam zu experimentieren und Euer liebstes Hobby aus einer neuen Perspektive zu erleben.
In naher Zukunft werden wir Euch weiter über geplante Events und Workshops informieren.
Bis dahin – die Klangsportler
  

Dienstag, 21. Februar 2012

Junge-Ohren-Preis!

KLANGSPORT gewinnt den Junge-Ohren-Preis 2011 in der Kategorie LabOhr!

In der Jury-Begründung heißt es:

"Klangsport ist ein Konzept, das essentielle Ingredienzien der Musik-
Körperlichkeit, Kraft, Präzision und Spielfreude - aus einem anderen,
gesellschaftlich höchst attraktiven Bereich für die Musik nutzbar
macht. Mit diesem überraschenden, ja genialen Kunstgriff überwindet es
nicht nur Grenzen, sondern verbindet überdies mühelos Generationen."



Mittwoch, 16. September 2009

Was ist Klangsport?



Musik? Wettkampf? Theater?
Eine Kunst oder Philosophie? Eine Feuerversicherung?


Man nehme das Trippeln von Gymnastikschuhen, dazu das Prellen von Basketbällen und das Quietschen von Sportschuhen auf dem Hallenboden, durchbreche es mit den treibenden Motivationsrufen der Mannschaftskapitäne, gebe eine Prise klackernde Tischtennisbälle und schlagende Hockeyschläger dazu und unterstreiche dieses mit dem Schieben von Sportmatten und dem schrillen Pfeifen eines Schiedsrichters. Diese Zutaten rhythmisch arrangiert von musikalische geschulten Ohren ergeben KLANGSPORT.

"Die Geräuschkulisse, die sich beim Hallensport natürlicherweise und unwillkürlich ergibt, ist faszinierend", entdeckte die Regisseurin Marina Sahnwaldt und entwickelte die neue Disziplin – KLANGSPORT.

Als der Komponist John Cage in den 20iger Jahren dem Moment der Stille in der Musik einen eigenen Platz einräumte, bekamen die umgebenden Geräusche eine ganz neue Dimension. Die Aufmerksamkeit des Konzertpublikums war plötzlich auf die beiläufigen Geräusche, die Zuschauer selbst gelenkt. Wenden wir diese grundlegende Idee auf die Klangmöglichkeiten des Sports an, eröffnet sich eine Vielzahl von faszinierenden Möglichkeiten.

Gemeinsam mit den Komponisten Stephan Froleyks, Markus Kuchenbuch, Kai Niggemann und dem Choreografen Jan Sturmius Becker begann Marina Sahnwaldt im Januar 2009 mit 20 sportlichen Musikern und musikalischen Sportlern eine erste akustische Entdeckungsreise durch den Hallensport. Hier rückt ein akustisches Abfallprodukt in den Fokus der Aufmerksamkeit. Eine völlig andere Art von Musiktheater, ein neues Hörerlebnis für ungeübte und geschulte Ohren bieten die Klangsportler, wenn sie den Schienbeinblues erklingen lassen, biografische Hüpfer durch die Halle fliegen, das KLANGSPORT-Orchester aus Bällen jeder Art mit seinem Sound die Halle erfüllt und mit seiner Lautstärke den inneren Schweinehund aus der Halle jagt.


Am 24. April 2009 kam die erste KLANGSPORT Revue zur Uraufführung.
Weitere Termin in Münster, Senden (Okt. 2009), Dortmund (Nov. 2009), Hachen (Jan. 2010)

Dienstag, 15. September 2009

Der KLANGSPORT Trailer

video


Einblicke in die KLANGSPORT Revue im April/Mai 2009 in der Lotharinger Sporthalle in Münster.

Freitag, 29. Mai 2009

KLANGSPORTLER werden?



KLANGSPORT eröffnet eine Vielzahl von faszinierenden Möglichkeiten und ist eine Herausforderung für Sportler/innen und Musiker/innen gleichermaßen. Die KLANGSPORT Revue in Münster ist eine erste akustische Entdeckungsreise durch den Hallensport.
Das Label theaterformen bleibt am Ball. Gemeinsam mit der Sportjugend des LandesSportBundes NRW e.V. wird die KLANGSPORT Idee weitergetragen. Fortbildungsangebote für JL/ÜL, pädagogische Fachkräfte und Interessierte sind in Planung. Auch Kursangebote für Vereine sind angedacht.

Wenn Sie über den Verlauf des KLANGSPORT Angebots informiert werden möchten, wenden Sie sich bitte an
sahnwaldt@theaterformen.com oder
gudrun.neumann@lsb-nrw.de

Das Leitungsteam


Der KLANGSPORT Idee folgend entwickelten die hier vorgestellten vier etablierten Musiker/Komponisten erste so genannte Klangbausteine.


Regie und künstlerische Gesamtleitung: Marina Sahnwaldt
Musikalische Leitung Percussion: Stephan Froleyks
Musikalische Leitung Blasinstrumente: Markus Kuchenbuch
Musikalische Leitung Elektronik: Kai Niggemann
Conférencier und Choreografie: Jan Sturmius Becker
Fachliche Beratung Sport: Gudrun Neumann (Sportjugend, LSB NRW)
Bühne und Kostüm: Tina Toeberg
Lichtdesign: Johannes Sundrup
Dramaturgische Mitarbeit: Mark-Sebastian Schneider
PR- und Öffentlichkeitsarbeit: Antje Ludwig
Produktionsassistenz: Jule Balandat
Sportassistenz: Dennis Becker
Tonassistenz: Mathias Whelan
Gestaltung/Layout: Torsten Mayer-Bautor
Filmdokumentation: Michael Spengler, Spengelerfilm





Marina Sahnwaldt

- Initiatorin KLANGSPORT -
Regisseurin, künstlerische Gesamtleitung







Ich entwickelte die KLANGSPORT Idee aus meiner Faszination für die Klangmöglichkeiten in einer akustisch hochinteressanten Halle. Als der Komponist John Cage in den 20er Jahren dem Moment der Stille einen ganz eigenen Platz einräumte, bekamen die umgebenden Geräusche eine ganz neue Dimension. Die Aufmerksamkeit des Konzertpublikums war plötzlich auf die beiläufigen Geräusche, die Regungen der Zuschauer selbst gelenkt. Wenden wir diese grundlegende Idee auf die Klangmöglichkeiten des Sports an, eröffnet sich eine Vielzahl von faszinierenden Möglichkeiten. Die KLANGSPORT Revue in Münster und Senden ist für mich eine erste akustische Entdeckungsreise in den Hallensport.

Mehr zu meiner Person finden Sie oben unter meinem Profil.






Jan Sturmius Becker

- Choreograph und Conférencier -









Geboren 1965 in Recklinghausen. Jan Sturmius Becker begann 1988 seine künstlerische Laufbahn als Schauspieler, Percussionist, Tänzer und Choreograph bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Er war bei Friedrich Schirmer als Tänzer im Ensemble von Pavel Mikulastik in Freiburg engagiert. Mit Einar Schleef arbeitete er in Frankfurt/Main und Berlin, war als Akteur und Techniker des Theater Titanik europaweit unterwegs und ist als Waschbrettspieler und Entertainer des ehemaligen Duos Baga Telli bekannt. Mit dem Zelttheater Compania Buffo reiste und spielte er quer durch Deutschland. Jan Sturmius Becker ist Mitbegründer des Kindertheaters Fetter Fisch. Er lebt und arbeitet in Münster.



Stephan Froleyks

- Musikalischer Leiter Percussion -





Stephan Froleyks wurde 1962 in Kleve am Niederrhein geboren und studierte an den Musikhochschulen in Hannover und Essen. Er arbeitet international als Komponist, Interpret, Autor, Kurator und Erfinder neuartiger Instrumente.
Er erhielt mehrfach Stipendien und Kunstpreise, seine Kompositionen, Installationen, Hörstücke, multimedialen Arbeiten und Theatermusiken entstanden u.a als Auftragswerke für WDR, Radio Bremen und das Deutschlandradio, sie wurden auf vielen europäischen Festivals aufgeführt.
Als Interpret und Improvisationsmusiker (Schlagzeug/ Tuba) arbeitet Froleyks solistisch und mit verschiedenen Ensembles im weiten Feld der neuen Musik, Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa bis nach Südamerika und Asien.
Stephan Froleyks ist Professor an der Musikhochschule in Münster, die Presse bescheinigt ihm "ein lockeres Handgelenk, Spiellust und intelligente Formgebung."

Weitere Informationen zu Stephan Froleyks




Markus Kuchenbuch

- Musikalischer Leiter Blasinstrumente / Atem -









Markus Kuchenbuch, in Bremen geboren, erhielt seinen ersten Musikunterricht mit 4 Jahren. Sein vierjähriges Musik- und Tanzpädagogikstudium einschließlich Flöte als Konzertfach führte ihn 1985 an das Mozarteum in Salzburg. In den Jahren von 1989-1992 studierte er Choreographie und Zeitgenössischen Tanz am European Dance Developement Centre in Arnheim, Niederlande.
Darauf folgten Projekte mit internationalen Tänzern, Choreographen und Tourneen durch europäische und nordamerikanische Theater. Seine musikalische Spezialisierung liegt auf der Aufführungspraxis von Flöten, Obertongesängen, Didgeridoo und Stimme und bedient sich vielfältiger Improvisationstechniken in den Tanz- und Bewegungskompositionen.
Seine Zusammenarbeit mit der australischen Tänzerin und Choreographin Rosalind Crisp führte ihn im Jahr 1993 erstmals nach Australien und beendete vier Jahre später Masters Studium an der University of Western Sydney in Regie.
Markus Kuchenbuchs spektakuläre 'outdoor' performances, wie beispielsweise ‚Collossus’, Vancouver Fringe Festival (1993), 'Internal Collision' beim Sydney Festival (1997) und Mudgee MayDance Festival (1997) brachten ihm viel zustimmende Aufmerksamkeit.
1998 Gründung von HAUSKONZERT in Sydney/ Australien und seit 2001 auch in Berlin.

Weitere Informationen zu Markus Kuchenbuch







Kai Niggemann

- Musikalischer Leiter Elektronik -






Der gebürtige „Bochumer“ studierte er an der WWU Münster Angewandte Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Popular Culture, Musik und Film.
Seit 2000 arbeitet er in diversen Produktionen für das Staatstheater Kassel, die Städtischen Bühnen Münster und das Theater Erfurt.

Er komponiert, arrangiert und spielt unter anderem Musik für die Schauspiel-, Tanz- und Musiktheaterstücke „Disco Pigs“, „Der Disney Killer“, „Das Maß der Dinge“, „Elling“, „Kriegerfleisch“, „Mutter Courage und ihre Kinder“, "Kisten ohne Aufschrift", „Der Idiot“, "Windows in Faces", “Orpheus Audio Splatter" und "Richard III". Er arbeitet dabei immer wieder mit Regisseuren wie Marcy Arlin, Tarek Assam,
Thomas Bockelmann, Manfred Kerklau, Edda Klepp, Andreas Robertz, Marina Sahnwaldt, Andre Sebastian und Andreas Tiedemann.
Daneben sind seine Produktionen für freie Theaterlabel (Herz & Mund, Lowskin Productions, Ma-ke, Ohrpilot, Sycorax, Theaterformen, Rosmarin) in Berlin, Köln, Gießen und Münster zu nennen.

Kai Niggemann lebt und arbeitet in Münster.

Weitere Informationen zu Kai Niggemann